Die Situation ist paradox: Ausgerechnet diejenigen, die im Unternehmen für mentale Gesundheit und Wohlbefinden zuständig sind, leiden selbst unter extremem Stress und Erschöpfung. Das Problem: HR kümmert sich um alle – nur nicht um sich selbst. Erfahren Sie neben konkreten Strategien zur Burnout-Prävention speziell für HR-Mitarbeitende, wie persönliche Resilienz gestärkt und systemische Probleme angegangen werden können. Sharpist unterstützt dabei durch gezieltes Coaching und die Sensibilisierung von Führungskräften.
Das Thema kurz und kompakt
Ursachen für Burnout im HR
HR sitzt zwischen allen Stühlen. Einerseits sollen HR-Teams strategische Businessunterstützung für die Geschäftsführung sein, andererseits ersticken sie in administrativen Aufgaben. Die Pandemie, der Fachkräftemangel und Kündigungswellen haben den Druck zusätzlich erhöht. Während andere Abteilungen Unterstützung bei HR suchen, bleibt die Frage: Wer unterstützt HR?
Die Arbeitswelt hat sich fundamental gewandelt – und HR trägt die Hauptlast dieser Veränderungen. Remote- und Hybrid-Modelle erfordern neue Führungskonzepte, die HR entwickeln und vermitteln muss. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: HR soll nicht nur rekrutieren und verwalten, sondern Unternehmenskultur gestalten, Mitarbeitende binden und messbare Business-Ergebnisse liefern. Diese Mehrfachbelastung schafft ein toxisches Gemisch aus Überforderung, Zeitdruck und emotionaler Erschöpfung.
Die Hauptursachen für Burnout im HR-Bereich:
Besonders problematisch: Viele HR-Mitarbeitende sehen sich als Verantwortliche und vernachlässigen dabei systematisch ihre eigenen Bedürfnisse. Sie sind es gewohnt, für andere da zu sein – Mitarbeitende in Krisen zu begleiten, Führungskräfte zu coachen, Konflikte zu moderieren. Diese Selbstaufopferung wird oft als Professionalität missverstanden, ist aber der direkte Weg ins Burnout.
Das Burnout-Risiko wird durch strukturelle Probleme verstärkt: HR-Abteilungen sind häufig unterbesetzt, während die Aufgabenliste stetig wächst. Neue Technologien wie KI-Tools sollen entlasten, erfordern aber erst einmal Einarbeitung und Change Management. Das Ergebnis: HR arbeitet an der Belastungsgrenze – und darüber hinaus. Die Resilienz, die HR anderen vermitteln soll, fehlt oft im eigenen Team.

7 Tipps, um Burnout bei HR-Mitarbeitenden zu verhindern
Burnout-Prävention im HR funktioniert nur auf zwei Ebenen gleichzeitig: persönliche Resilienz und systemische Veränderungen. Die folgenden acht Strategien kombinieren beide Ansätze und zeigen konkrete Wege aus der Überlastungsfalle. Denn eines ist klar: Individuelle Stressbewältigung allein reicht nicht, wenn die strukturellen Probleme bleiben. Gleichzeitig können auch die besten Systeme nicht schützen, wenn persönliche Grenzen fehlen.
1. Das Tabu brechen: Mental Health im eigenen HR-Team thematisieren
HR organisiert Mental-Health-Programme für das gesamte Unternehmen – spricht aber nicht über die eigene Belastung am Arbeitsplatz. Diese Doppelmoral muss enden. Während HR-Teams Workshops zu mentaler Gesundheit koordinieren, Coaching-Programme ausrollen und Führungskräfte sensibilisieren, bleibt die eigene Erschöpfung ein Tabu. Das Problem: Wer ständig für andere da ist, fühlt sich schwach, wenn er selbst Unterstützung braucht.
Der erste Schritt zur Burnout-Prävention: Sichere Räume im eigenen Team schaffen, in denen ehrlich über psychische Belastung gesprochen werden kann. Das bedeutet nicht, dass HR-Mitarbeitende ihre Probleme gegenseitig therapieren sollen – im Gegenteil. Es geht darum anzuerkennen, dass Stress, Überforderung und Erschöpfung real sind und professionelle Unterstützung verdienen.
Konkrete Maßnahmen zur Stressbewältigung im HR-Team:

2. Persönliche Resilienz aufbauen: Grenzen setzen lernen
Resilienz bedeutet nicht, mehr aushalten zu können. Resilienz bedeutet, rechtzeitig „Nein“ zu sagen. Für HR-Mitarbeitende, die gewohnt sind, für alle da zu sein, ist das die größte Herausforderung – und gleichzeitig der wirksamste Schutz vor Burnout. Viele HR-Profis verwechseln Professionalität mit permanenter Verfügbarkeit – ein gefährlicher Trugschluss, der direkt in die Erschöpfung führt.
HR-Teams sehen sich oft als Dienstleistende, die niemals „Nein“ sagen dürfen. Doch genau diese Haltung macht sie zur Anlaufstelle für alle Probleme im Unternehmen – von kurzfristigen Terminanfragen bis zu emotionalen Krisen. Ohne klare Grenzen wird aus Hilfsbereitschaft schnell Selbstaufgabe. Die Lösung: Bewusst Grenzen setzen und diese auch kommunizieren und somit für eine gesunde Work-Life-Balance sorgen.
Praktische Tipps zum Grenzen setzen:
3. Warnsignale ernst nehmen: Die 5 Red Flags für HR-Burnout
Burnout kommt nicht über Nacht. Es schleicht sich ein – mit Warnsignalen, die viele HR-Mitarbeitende ignorieren oder als normalen Stress am Arbeitsplatz abtun. Doch genau diese Verharmlosung ist gefährlich. Wer die frühen Anzeichen übersieht, riskiert eine vollständige Erschöpfung, die Monate der Erholung erfordert. Die gute Nachricht: Burnout lässt sich verhindern, wenn du die Red Flags rechtzeitig erkennst und handelst.
HR-Mitarbeitende sind Meister darin, ihre eigenen Warnsignale zu übersehen. Deshalb ist es essenziell, die typischen Burnout-Symptome zu kennen und bei sich selbst ehrlich hinzuschauen, bevor die Work-Life-Balance aus dem Gleichgewicht gerät.
Die 5 häufigsten Burnout-Symptome im HR:
Wichtig: Bei zwei oder mehr dieser Anzeichen sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Das kann ein Coach sein, ein psychotherapeutisches Fachpersonal oder ein vertrauliches Gespräch mit einem externen HR-Netzwerk. Warten Sie nicht, bis die Krankschreibung wegen Burnout unvermeidbar wird. Je früher Sie handeln, desto schneller finden Sie zurück zu Energie und Wohlbefinden.

4. Von operativ zu strategisch: Die eigene Rolle neu definieren
Ein Großteil der HR-Mitarbeitenden hat keine Zeit für strategische Arbeit. Sie verbringen ihre Tage mit Verwaltungsaufgaben, die längst automatisiert sein sollten. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität ist ein Haupttreiber für Burnout. Wer permanent nur reagiert statt gestaltet, verliert den Sinn in der eigenen Arbeit – ein klassisches Burnout-Symptom.
Das Problem ist strukturell: Viele Unternehmen erwarten von HR strategische Impulse, geben aber weder die Ressourcen noch die Zeit dafür. HR-Teams ertrinken in E-Mails, Excel-Listen und Abstimmungsschleifen, während die wirklich wichtigen Themen – Talententwicklung, Unternehmenskultur, Führungskräfteentwicklung – auf der Strecke bleiben. Diese permanente Überlastung durch operative Aufgaben erzeugt Frust und Erschöpfung.
So gelingt die Transformation:
Wenn HR messbare Ergebnisse in strategischen Themen liefert, statt nur administrative Prozesse abzuwickeln, steigt die Anerkennung – ein wichtiger Schutzfaktor gegen Burnout.
5. Team-Entlastung durch externe Expertise: HR ist keine Psychotherapie
Der Großteil der Belegschaft erwartet Mental-Health-Support von HR – aber HR-Verantwortliche sind kein ausgebildetes psychotherapeutisches Fachpersonal oder Coaches. Das Problem verschärft sich durch unrealistische Erwartungen: Mitarbeitende suchen bei HR Hilfe bei Depressionen, Beziehungsproblemen oder Angststörungen – Themen, die klar in den therapeutischen Bereich gehören. HR wird zur Auffangstation für die emotionalen Probleme im Unternehmen, ohne die nötigen Ressourcen oder Kompetenzen dafür. Diese Überforderung ist einer der Hauptgründe, warum HR-Mitarbeitende selbst ausbrennen.
Klare Rollenaufteilung ist essentiell:
Win-Win-Situation: Mitarbeitende bekommen professionelle Hilfe von qualifizierten Coaches, HR wird von emotionaler Belastung entlastet und kann sich auf die eigenen Kernaufgaben konzentrieren. Diese klare Abgrenzung schützt Personalverantwortliche vor Überforderung und stellt gleichzeitig sicher, dass Menschen im Unternehmen die Unterstützung erhalten, die sie wirklich brauchen.

6. Für das eigene Team einfordern, was man für andere organisiert
Wenn HR Coaching-Programme für Führungskräfte organisiert, sollte das HR-Team selbst daran teilnehmen. Wenn HR Mental-Health-Initiativen aufsetzt, sollte es diese auch für sich selbst nutzen. Klingt selbstverständlich – ist es aber nicht. Die Realität sieht oft anders aus: HR-Mitarbeitende rollen Programme aus, empfehlen sie intern, messen ihre Wirkung – nutzen sie aber selbst nicht. Diese Einstellung beraubt HR-Teams wertvoller Unterstützung. Die Lösung: HR muss vorleben, was es predigt – und zwar sichtbar.
Warum HR-Teams ihre eigenen Programme nutzen sollten:
7. Führungskräfte sensibilisieren: HR-Burnout als Führungsaufgabe
HR-Leiter und CHROs tragen Verantwortung für das Wohlbefinden ihrer eigenen Teams. Doch viele sind selbst so überlastet, dass sie Warnsignale bei ihren Mitarbeitenden übersehen. Burnout-Prävention im HR beginnt bei der Führung – mit klarem Blick auf die Belastung im eigenen Team und konkreten Maßnahmen zur Entlastung.
HR-Führungskräfte stecken in derselben Überlastungsfalle wie ihre Teams. Sie jonglieren zwischen strategischen Anforderungen der Geschäftsführung und operativen Problemen, zwischen Budgetverhandlungen und Krisengesprächen. Dabei fehlt oft die Zeit für das Wichtigste: aufmerksames Zuhören im eigenen Team. Genau diese Distanz macht Burnout unsichtbar – bis es zu spät ist.
Was HR-Führungskräfte konkret tun können:
Das moderne und digitale Coaching von Sharpist kann dabei helfen, Führungskräfte für Themen wie Burnout-Prävention und Mitarbeiterzufriedenheit zu sensibilisieren – und zwar, ohne dass HR dabei durch weitere administrative Aufgaben belastet wird.

So schützt Sharpist HR-Teams vor Burnout
Sharpist wurde entwickelt, um HR-Teams zu entlasten – nicht zusätzlich zu belasten. Der Zero-Admin-Ansatz, gibt HR-Verantwortlichen Zeit und Energie zurück. Sharpist übernimmt die gesamte Administration: Matching, Scheduling, Tracking, Reporting. HR-Teams sparen über 200 Stunden pro Jahr. Zudem erhalten Kunden einen persönlichen Relationship Manager, der bei allen Fragen unterstützt. Diese Betreuung reduziert Stress und sorgt dafür, dass Programme wirklich funktionieren – ohne dass HR selbst zum Support werden muss.
HR-Mitarbeitende können bei Sharpist zudem selbst Coaching-Sessions buchen – vertraulich, mit zertifizierten Coaches, außerhalb der eigenen Organisation. Themen wie Stressbewältigung, Grenzen setzen oder der Umgang mit emotionaler Belastung werden professionell begleitet. Das stärkt persönliche Resilienz nachhaltig.
Sharpist liefert klare Daten zur Wirkung: +18 % Führungskompetenzen bei LVMH 100 % Mitarbeiterbindung bei Miro während Umstrukturierungen. Diese messbaren Ergebnisse schaffen Wertschätzung für HR-Arbeit – ein wichtiger Schutzfaktor gegen Burnout.
FAQ
Warum sind gerade HR-Mitarbeitende so burnoutgefährdet?
HR sitzt zwischen allen Stühlen: Strategische Anforderungen treffen auf operative Überlastung. Dazu kommt emotionale Belastung durch Krisenbegleitung ohne therapeutische Ausbildung. Die Hälfte der Zeit geht für automatisierbare Admin-Aufgaben drauf, während gleichzeitig erwartet wird, strategische Unterstützung zu sein. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität erzeugt enormen Stress und macht HR besonders anfällig für Burnout.
Was kann ich tun, wenn mein Team bereits Burnout-Anzeichen zeigt?
Sofort handeln: Offene Gespräche führen, Workload realistisch verteilen, externe professionelle Hilfe organisieren. Wichtig ist, dass Betroffene sich nicht schämen müssen. Biete vertrauliche Coaching-Angebote außerhalb der Organisation an und reduziere gleichzeitig systemische Stressoren wie unrealistische Deadlines oder zu viele Admin-Aufgaben. Je früher du eingreifst, desto besser die Prognose.
Wie kann Coaching bei Burnout helfen, wenn wir keine Zeit haben?
Genau das ist das Problem: Keine Zeit zu haben, ist oft schon ein Burnout-Symptom. Coaching hilft, Prioritäten neu zu setzen, Grenzen zu ziehen und Zeitfresser zu identifizieren. Bei Sharpist sind Sessions flexibel buchbar – auch abends oder am Wochenende. Schon drei bis fünf Sessions können messbare Verbesserungen bringen und helfen, aus dem Hamsterrad auszusteigen.
Warum externe Coaches statt interner Support bei Burnout im HR-Team?
HR-Mitarbeitende können nicht mit internen Kollegen über Überlastung sprechen, ohne Vertraulichkeit zu riskieren. Sie brauchen einen geschützten Raum außerhalb der Organisation, wo keine Interessenkonflikte bestehen. Externe Coaches bei Sharpist bieten genau diese Vertraulichkeit – mit professioneller Ausbildung und ohne organisatorische Verstrickungen. Das schafft die Sicherheit, die für ehrliche Reflexion nötig ist.


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